Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen und ich frage mich, was hat die Reise nach Malawi in meinem Leben und meinem Umfeld verändert?
Nach der Rückreise waren wir alle sehr erschöpft und trotzdem voller Tatendrang. Obwohl mir die Welt in Malawi so nahe war, musste ich mir ein paar Tage ohne ein einziges Bild verbringen um mich zu erden. Denn sofort wenn ich eines der Fotos gesehen hatte, dann wurden tausende Bilder in meinem Kopf frei und die vielen Geschichten der Menschen die wir getroffen haben waren wieder ganz präsent. Das alles zu sortieren für meinen ersten Vortrag bei der Hochschulgruppe in Kiel war schwer, denn zu jeden Bild gehört ein Schicksal ein Eindruck und berührende Momente. Jedes ist mir wichtig und jedes soll wahrgenommen werden, denn es prägt unseren Eindruck von diesem Land. Es gelang allen Reiseteilnehmern trotzdem das Material zu sichten und Vorträge ganz individuell vorzubereiten.
Mein Bewusstsein wofür ich diese ehrenamtliche Arbeit mache ist mehr denn je da. Im vergangenen Winter bei diesen Schneemassen war es keine Frage ob ich Lust dazu habe. Es ist notwendig! Die Kinder brauchen uns. Ich bin dabei!
Ich freue mich immer wieder über Menschen, die mehr erfahren möchten und verstehen, dass wir in Europa so privilegiert sind und auch nicht allein auf der Welt leben. Auch mit kleinen Veränderungen im Leben kann man etwas tun. Mir persönlich ist jetzt jedes Leben mehr wert, jeder Einkauf bringt mich zu nachdenken und die Welt ist ein Stück kleiner geworden. Alles was wir tun hat eine Wirkung. Dieses Bewusstsein hat nicht zu einer Einschränkung geführt, sondern zu mehr Willen und mehr Kraft auch etwas Wichtiges tun zu können für die Kinder der Welt.
Eure Patrizia




























